PM: „Ein Känguru geht um in Europa!“ Erfolgreicher Landesweiter Blockupy-Aktionstag am 24. Mai in Rostock

** landesweite Kundgbeung gegen europäisches Krisenregime und Troikapolitik
** Kreativer Protest sorgt für Wirbel in Rostocker Innenstadt
** weitere Aktionen in Planung

Am vergangenen Sonnabend fand in Rostock die landesweite Kundgebung „Kapitalismus ist die Krise“ im Rahmen der bundesweiten dezentralen Blockupy-Aktionstage statt. Unter anderem beteiligten sich an der Versammlung Flüchtlinge aus Südwestmecklenburg ein, um gegen die zunehmende Prekarisierung, die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben, zu protestieren.
Bei strahlendem Wetter begann die Kundgebung in den Mittagsstunden auf dem Rostocker Universitätsplatz. Schon während des Aufbaus blieben viele Passant_innen stehen, um sich anzugucken, was auf den Platz transportiert wurde. Ein rund zwei Meter großes Känguru wurde auf den Uni-Platz getragen, in den Händen hielt es eine Fahne mit der Aufschrift „refugees welcome!“. Noch gar nicht ganz an seinem Platz, interessierte sich ein erster Passant für das Känguru. Doch was sollte dieses aus Holz, Pappe und Maschendraht zusammengebaute Skulptur? Vorerst blieb das ein Geheimnis der Organisator_innen. Nach und nach wurden weitere Infostände aufgebaut und Transparente ausgelegt.

Ein Känguru geht um in Europa
Mit dem Beginn der Kundgebung erschallte über die Mikrophon Anlage über den gesamten Universitätsplatz der Satz: „Ein Känguru geht um in Europa! Der Papst und der Pinguin, Jörg und Jörn Dwicks das Ministerium für Produktivität und deutsche Polizisten haben sie einer unheiligen Hetzjagd angeschlossen um das Känguru zu vernichten! …“
Überrascht, verdutzt und neugierig schauten viele Passant_innen in Richtung der Kundgebung und nicht zuletzt auf das Känguru. Andere wiederum lachten – sie erkannten Marc-Uwe Klings Beuteltier. Die Aufmerksam der Menschen war sicher. Gespannt kamen viele näher, guckten sich das Känguru und die ausgelegten Transparente an und blieben an den Infotischen stehen. Die Transparente thematisierten Ursachen und Wirkungen des kapitalistischen Systems, wie Umweltzerstörung, Kriege, soziale Kämpfe – kurzum: die Entfremdung des Menschen vom selbigen und der Natur.

Redebeiträge thematisieren prekäre Situation in Europa
Noch während weitere Folgen von Marc-Uwe Kling und seinem Känguru durch die Anlage schallten, verteilten Aktivist_innen die Blockupy-Zeitung Umbrella Uprising. Erste Menschen kamen an die Stände und diskutierten, zunächst mit den Aktivist_innen, später auch unter einander. In mehreren Redebeiträgen wurden die Auswirkungen der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise erläutert:
„Es kann kein wünschenswerter Zustand sein, dass sich in Deutschland 30 % der Unter-35-jahrigen Arbeitnehmenden in befristeten Arbeitsverhältnissen, Leiharbeit, etc. befinden. Bei den Unter-25-Jährigen ist sogar mehr als die Hälfte von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen. Von steigender Wochenarbeitszeit und der Ausbreitung von Billiglohnerei mal ganz abgesehen. Die Arbeitslosenquote in MV lag im April bei 7,8 % – auch wir sind also weit entfernt von einer sogenannten Vollbeschäftigung! Und das trotz Leiharbeit und Fristvertragen! Auch wenn die politischen Eliten in Europa öffentlich beteuern, dass die Krise überwunden ist, auch wenn ich an deren Stelle vermutlich dasselbe behaupten musste. Es ist eben leider das Gegenteil der Fall.“
Hieß es in einem Beitrag. Und weiter: „Die Krise ist nicht überwunden: Was geschaffen wurde, ist lediglich eine Atempause. Es wurde eine Konkursverschiebung organisiert, die heftige Einschnitte in die demokratischen Grundrechte der europäischen Bevölkerung erfordert.“
Immer wieder kamen Passant_innen zur Kundgebung, lauschten Marc-Uwe Kling vom Band, den Redebeiträgen oder informierten sich an den Infoständen.

Spontane Solidarität mit den kriminalisierten Mc Donalds Streikenden
In den USA kam es zu Streiks bei dem multilateralen Mc Donalds Konzern und anderen Fast Food Ketten. In Chicago waren dabei mehrere Streikende von der Polizei verhaftet worden. Spontan wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Chicago ist überall! Solidarität mit den Verhafteten & Kriminalisierten des Mäc-Doof-Streiks“ gemalt. Mit dem weit sichtbaren roten Transparent stellten sich mehrere Aktivist_innen schließlich vor die sich in der Nähe befindliche Mc Donalds Filiale. Auch hier kam es zu angeregten Gesprächen mit Menschen, die wohl ursprünglich nur das schöne Wetter in der Innenstadt genießen wollten.

„Der Aktionstag war ein voller Erfolg.“ erklärte Susan Schönhuber, Sprecherin des Bündnisses Blockupy Meck-Vorpomm. „Wir konnte viele Menschen erreichen, Kontakte knüpfen und auf die sich weiter zuspitzende Krise und deren Ursachen aufmerksam machen. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir uns mit anderen Gruppen und Initiativen zusammen setzen, um neue Aktionen und Veranstaltungen zu organisieren. Der Aktionstag war nur der Auftakt in Mecklenburg-Vorpommern, denn die Krise ist weder überwunden, noch haben wir ihren Zenit überstanden.“

Känguru? WTF …

„Was soll überhaupt dieses Känguru überall?“ Diese und ähnliche Fragen bekamen wir in den vergangenen Wochen öfter zu hören. Einen kleinen Einblick, weshalb wir uns für dieses Beuteltier als Logo entschieden haben, gibt uns Marc-Uwe Kling. Aber hört selbst… ;)

p.s. wir werden auch während unseres Aktionstages ein lebensgroßes Känguru vor Ort haben. Also: vorbeischauen lohnt sich!

24.05.14 // Universitätsplatz Rostock // 12-18 Uhr

Letzte Vorbereitungen für die Kundgebung am 24. Mai laufen!

Morgen findet in Rostock der landesweite Blockupy-Aktionstag im Rahmen der europaweiten Krisenprotesten in Rostock statt. Die Buttons, Sticker und Zeitungen liegen bereit für die Kundgebung und heute sind auch die super-heißen T-Shirts angekommen. :-)

Kommt vorbei! 24.05.14 // Rostock Universitätsplatz // 12-18 Uhr

PM: Kundgebung gegen Kürzungsdiktat und Krisenregime am 24. Mai in Rostock!

Am 24. Mai 2014 wird das Bündnis Blockupy Meck-Vorpomm von 12 bis 18 Uhr auf dem Universitätsplatz in Rostock gegen die unsoziale Krisenpolitik der deutschen Bundesregierung und der Troika protestieren. Die Kundgebung ist eingebettet in die europaweiten Aktionstage gegen vom 15. bis 25. Mai 2014. Was uns als „Krisenlösung“ oder „notwendige Reformen“ von den Regierenden verkauft werden soll, hat in Ländern wie Griechenland und Spanien eine humanitäre, soziale und politische Katastrophe verursacht. Mit dem Argument der „Alternativlosigkeit“ wird auch in Deutschland vorgegangen: Die Maßnahmen haben zwar nicht dasselbe Ausmaß, aber dieselbe Richtung: Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer.

Susan Schönhuber, Sprecherin des Bündnisses Blockupy Meck-Vorpomm, erklärt hierzu: „Wir werden an diesem Tag kreativ und friedlich demonstrieren. Dabei zeigen wir uns solidarisch mit allen, die unsere Ziele teilen. Wir werden uns weder kriminalisieren lassen, noch wird von uns Gewalt ausgehen.“ Und weiter: „Beteiligt euch am Aktionstag! Bringt eigene Transpis mit, die wir auf dem Boden auslegen können. Wir wollen möglichst viel Raum auf dem Uni-Platz einzunehmen, um unsere Forderungen angemessen zu präsentieren.“

Neben verschiedenen Informationsständen und Redebeiträgen verschiedener Gruppen und Organisationen wird es vor Ort die Möglichkeit geben, Transparente selber zu gestalten und sich in einer Bodenzeitung zu verewigen.

Einen Tag vor den Kommunal- und Europawahlen wollen wir die Menschen auf die unsoziale und menschenverachtende Krisenpolitik aufmerksam machen.

Internet: http://blockupynordost.blogsport.de/
Kontakt: blockupynordost@gmx.de
Facebook: blockupynordost
Twitter: Blockupy_MV

PM: Blockupy-Demos in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart

+++ mehr als 10.000 bei Blockupy-Demos in vier Städten +++

Unter dem Motto “Festung Europa-Passage” haben Blockupy-Aktive mehrere Geschäfte in der Hamburger Einkaufspassage “Europa-Passage” blockiert, um damit gegen die tödliche Abschottung der EU gegen Flüchtlinge und die rassistische Migrationspolitik zu protestieren. Mit einer Aktion bei einer McDonalds-Filiale am Hamburger Hauptbahnhof zeigten Blockupy-Aktive ihre Solidarität mit den Streikenden der Fast-Food-Industrie in den USA und anderen Ländern. Zudem kam es zu spontanen Spaziergängen und Demos über die Hamburger Einkaufsmeile Mönckebergstraße.

Mehr als 10.000 Menschen protestieren momentan in vier deutschen Städten – Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart – bei aktivistischen Blockupy-Demonstrationen gegen das autoritäre europäische Krisenregime. Auch in Rom, Paris, Madrid und anderen europäischen Städten demonstrieren am heutigen Samstag Tausende. Die Proteste sind Teil der Europäischen Aktionstage “Grenzenlos solidarisch – für Demokratie von unten ” (“Solidarity beyond Borders – for Democracy from below”). In 13 Ländern finden in der kommenden Woche weitere Demonstrationen, Proteste und Aktionen gegen die Kürzungs- und Verarmungspolitik der Troika aus EU, EZB und IWF statt. Blockupy ist Teil dieses länderübergreifenden, grenzüberschreitenden Protests.
Zentrale Forderungen der heutigen Blockupy-Proteste sind das sofortige Ende der Kürzungspolitik, der Verhandlungen zu den transatlantischen Freihandelsabkommen der EU mit den USA und Kanada (TTIP und CETA) sowie von Abschiebungen und der rassistischen Migrationspolitik. Feministische Gruppen hoben die Krise der Sorgearbeit durch ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, schlechte und prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen hervor.
“Wir kämpfen für ein demokratisches und solidarisches Europa von unten. Gemeingüter sollen gemeinsam von der Gesellschaft verwaltet werden. Wir fordern eine Politik, die allen Menschen Freiheit und Selbstbestimmung ermöglicht. Die Krisenpolitik von EU und der deutschen Regierung muss umgehend gestoppt werden: Sie dient allein den Mitverursachern und Profiteuren der Krise, während einem Großteil der Bevölkerung in Europa immer mehr weggekürzt wird”, sagte Blockupy-Sprecher Hanno Bruchmann. “Dieses undemokratische Europa der Gewalt wollen wir nicht. Der Kapitalismus darf nicht auf dem Rücken der Menschen gerettet werden.”

In Berlin demonstrieren 3000 Menschen zusammen mit Geflüchteten für Bewegungsfreiheit und gegen rassistische Migrationsgesetze. Das Haus der Deutschen Wirtschaft – Sitz der drei Wirtschaftslobby-Organisationen BDA, BDI und DIHK – wurde mit Farbe als Krisenakteur markiert und so Ort kenntlich gemacht, an dem Profiteure der Krise Austerität und Armut für die Bevölkerung Europas planen und gleichzeitig chauvinistischen Nationalismus befördern.

In Düsseldorf demonstrieren 1500 Menschen mit einem Flashmob unter dem Motto “Chic im schwarzen Block – Sorgearbeit am Boden – Sexismus markieren”, einer Demonstration und anschließenden Aktionen Zivilen Ungehorsams für ein Recht auf Stadt und gegen eine Wirtschaftsordnung, in der mit prekären oder gar tödlichen Arbeitsbedingungen, etwa in der Textilwirtschaft, Profite gemacht werden. Rund um die Luxus-Einkaufsmeile “Kö” blockierten die Aktiven Filialen von Zara, American Apparel und H&M sowie das Kaufhaus Breuninger und einen Apple Store. Für den Abend sind Proteste gegen Rassismus und Abschiebungen am Düsseldorfer Flughafen geplant.

In Stuttgart demonstrieren 2000 Menschen für ein solidarisches, soziales und demokratisches Europa. Ein Schwerpunkt ist hier die Kritik der Gesundheitspolitik von Bundesregierung und Troika. Privatisierungen schließen Millionen Menschen von Gesundheitsversorgung und Beschäftigte von Arbeitsrechtlichen Errungenschaften aus. Ein Flashmob machte auf die dramatischen Folgen hierzulande und besonders in Griechenland aufmerksam.
In Hamburg sind 2.000 vom Hauptbahnhof an verschiedenen Krisenakteuren vorbei in die Hafencity gezogen. Hier sammelt sich der von Prekarisierten, Refugees, Familien und Millionen anderer Menschen enteignete Reichtum. Die Polizei setzte ohne Anlass Wasserwerfer gegen Demonstrierende ein. Ziel der Demonstration ist das heutige Fest zum “Tag der Elbphilharmonie” bei der Baustelle des Konzerthauses. Der Protest richtet sich gegen die Elbphilharmonie als weithin sichtbares Symbol für Elitenkultur, Korruption und Verschwendung in Hamburg.

Bereits am gestrigen Freitag belagerten Aktive Apple Stores in Frankfurt und mehreren italienischen und polnischen Städten, um die Ausweitung und Verschärfung der ausbeuterischer Arbeitsbedingungen im Rahmen transnationaler Produktionsketten zu skandalisieren. Unterstützt wurden die Aktionen von “Students and Scholars Against Corporate Misbehavior” aus Hong-Kong.

Am Donnerstag starteten die Europäischen Aktionstage mit Protesten gegen den Gipfel des Lobbyverbandes Business Europe in Brüssel. Dabei wurden anlasslos 250 Personen festgenommen, Wasserwerfer eingesetzt und alle Demonstrationen in der Stadt verboten.




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